Die Eisriesenwelt

Eisriesenwelt IV

 

 

 

 

Die größte Eishöhle der Welt, nur ca. ½ Autostunde von Zauchensee Richtung Salzburg entfernt.

Die Eisriesenwelt Werfen eröffnet ein faszinierendes Schauspiel aus Eis und Fels. Hinauf zu den Toren der Eishöhle bringt Sie die steilste Seilbahn Österreichs, die mit einem imposanten Ausblick auf die Hohen Tauern und das Salzachtal bereits Anlass zu verblüfften Ausrufen gibt. Wer dann die Eisriesenwelt betritt, findet sich in einer völlig anderen Welt: 42 Kilometer ist das Labyrinth aus Höhlen insgesamt lang. Die verwinkelten Gänge tragen Namen wie „Diamantenreich“, „Midgard“ oder „Dämonenlabyrinth“. Aber keine Sorge: Sie werden beim Besuch der Eishöhle natürlich von einem erfahrenen Guide begleitet!

Durch das Eindringen der kalten Luft im Winter werden die tiefergelegenen Teile der Höhle unterkühlt, wodurch das im Frühjahr einsickernde Schmelzwasser gefriert und gigantische Eisfiguren entstehen. Beim Besuch dieser größten Eishöhle der Erde, der etwa eine Wegstrecke von 1 km umfasst, müssen zahlreiche Treppen überwunden werden.

Eisriesenwelt VII

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Führungen umfassen neben wissenschaftlichen und historischen Erklärungen (vgl. u.) ganz besonders die Demonstration der verschiedenen Eisformationen. Seit jeher wurde bei der Erschließung der Höhle für den Tourismus auf die Naturbelassenheit besonderer Wert gelegt. Die Beleuchtung erfolgt unter Verzicht auf elektrische Beleuchtung durch Hand- Karbidlampen, die an die Besucher ausgegeben werden. Die Eisfiguren werden von Höhlenführern mit Magnesiumlicht beleuchtet. Ihrer Phantasie werden beim Betrachten der Eisgebilde keine Grenzen gesetzt.

Eisriesenwelt V

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichte

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war diese Höhle – nicht zuletzt aufgrund der ausgesetzten Lage im Hochgebirge und auch wegen des damals mangelnden Interesses an der Höhlenforschung – noch vollkommen unbekannt. Erst 1879 drang der Salzburger Naturforscher Anton von Posselt-Czorich alleine rund 200 Meter weit ins Dunkel dieser Höhle vor und entdeckte die Eisriesenwelt damit offiziell. Ein Jahr später veröffentlichte er einen ausführlichen Bericht über seine Entdeckung in der Zeitschrift des Alpenvereins. Dennoch geriet die Höhle wieder in Vergessenheit.

Alexander von Mörk, Begründer der Salzburger Höhlenforschung, erkannte die Bedeutung von Posselt´s Dokumentation und folgte diesem Forschungsdrang im Jahr 1913 gemeinsam mit weiteren Pionieren der Höhlenforschung, wie Angermayer und Riehl.

Nach dem ersten Weltkrieg folgten dann  die bahnbrechenden Erkundungen der kilometerlangen Labyrinthe dieses Höhlensystems durch weitere Forscher, wie Friedrich und Robert Oedl oder Walter Czernig.

Mit zunehmender Bekanntheit dieses einzigartigen Naturwunders wuchs bald auch ihr touristischer Wert. Bereits 1920 errichtete man eine “Forscherhütte” und die ersten primitiven Steiganlagen zur und in der Höhle, um den Besuchern die Besichtigung zu erleichtern.

1924 war der Eisteil der Höhle durchgehend auf einfachen Holzstegen begehbar. 1925 entstand neben der Forscherhütte ein für damalige Verhältnisse sehr großzügiges Schutzhaus, das in Anerkennung der Verdienste Friedrich Oedls um die Erschließung der Eisriesenwelt seinen Namen erhielt.

Rund 35 Jahre lang war der Anstieg zur Höhle ausschließlich zu Fuß möglich.

Eisriesenwelt VI

 

 

 

 

 

Unter eher abenteuerlichen Bedingungen konnte man ab 1953 die zunächst einspurige und unasphaltierte “Eisriesenweltstraße” befahren und ab 1955 anschließend auch zusätzlich in die Seilbahn umsteigen, die den steilsten Teil des vormaligen Fußweges (1084 m bis 1586 m) in wenigen Minuten bewältigt.

Eisriesenwelt II

 

 

 

 

 

Grundeigentümer der Eisriesenwelt sind die Österreichischen Bundesforste. Mit ihnen hatte der Salzburger Verein für Höhlenkunde zunächst eine vorläufige Pacht vereinbart. 1928, nach Gründung einer eigenen Eisriesenwelt-Gesellschaft, wurden langfristige Verträge abgeschlossen.

Wissenschaft

Höhlenentstehung:

Die Eisriesenwelt ist ein Höhlenlabyrinth von über 40 Kilometern Gesamtganglänge. Die Entstehung erfolgte über einen sehr langen Zeitraum. Die ersten Spalten und Klüfte im Kalkfelsen entstanden bereits im Zuge der Gebirgshebungen vor etwa 100 Millionen Jahren. Durch chemische Auflösungsvorgänge und Wassererosion über Jahrtausende hinweg vergrößerten sich die unterirdischen Spalten und es wurden große Hohlräume ausgeformt.

Die Höhlen in den Alpen sind auch heute noch in einem Entwicklungsprozess, wenngleich sich viele Höhlensysteme – auch große Teile der Eisriesenwelt – durch Austrocknung nicht mehr bedeutend weiterentwickeln.
Eis in der Höhle:

Es gibt verschiedene Systeme, die Höhleneis verursachen. Die Eisriesenwelt ist eine dynamische Eishöhle. Das bedeutet, dass die Höhlengänge und Klüfte eine Verbindung von tiefer gelegenen Eingängen zu höher gelegenen Öffnungen bilden, die einen Luftzug – beispielsweise wie in einem Kamin – ermöglichen.

Je nach Außentemperatur befindet sich im Gebirgsinneren eine entweder kühlere oder wärmere Temperatur, die aufgrund des jeweils anderen spezifischen Gewichtes einen Luftzug von oben nach unten oder umgekehrt verursacht. Das führt dazu, dass im Winter, wenn die Luft im Berg wärmer ist als außerhalb, kalte Luft in den Berg einströmt und den unteren Teil der Höhle auf unter 0°C abkühlt.

Wenn nun im Frühjahr Schmelzwasser durch die Felsritzen einsickert und in den unterkühlten Bereich der Höhle kommt, gefriert es und bildet die großartigen Eisgebilde im Bergesinneren.

Anreise

Von der Ortschaft Werfen ausgehend führt eine rund 5 km lange, asphaltierte Zufahrtsstraße (mautfrei) zu den Eisriesenwelt-Parkplätzen beim Besucherzentrum.

An wenigen Tagen im Jahr, insbesondere in den Monaten Juli/August und speziell an Regentagen können die Parkplätze insbesondere in der Mittagszeit überfüllt sein. Es kann zu Blockabfertigungen an der Strasse oder auch zur vorübergehenden Sperre der Strasse kommen. Dann ist entweder eine Verschiebung des Eisriesenweltausfluges oder die Inanspruchnahme des örtlichen Linienbusunternehmens (siehe unten) ab Werfen angeraten.

Auch für bergunerfahrene PKW – Lenker oder Personen mit Ängstlichkeit auf Bergstraßen steht dieser Bustransfer (siehe unten) ab Werfen zur Verfügung.

 

Zeitbedarf

Die Führungen in der Höhle dauern etwa 1 Stunde und 15 Minuten.

Für den gesamten Besuch ab/bis Parkplatz sollten Sie ca. 3 Stunden einkalkulieren, da der Zugang und die Fahrt mit der Seilbahn dazukommen

Ausrüstung

Für den Besuch der Eisriesenwelt sind feste Schuhe und warme Kleidung notwendig, da die Temperatur auch im Sommer meist unter null Grad liegt!

Am Höhleneingang werden an die Besucher Grubenlampen verteilt. Ihr Höhlenführer sorgt überdies mit Magnesiumlicht für eine effektvolle Beleuchtung der eisigen Skulpturen.

Die Eishöhle steht im Übrigen unter Denkmalschutz und darf nur mit autorisierten Führern betreten werden.

Öffnungszeiten

http://www.eisriesenwelt.at/allgemeine-infos/oeffnungszeiten.html

Preise 2016

http://www.eisriesenwelt.at/allgemeine-infos/preise.html

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