Die Lichtensteinklamm

Lichtensteinklamm I

 

 

 

 

Eine der längsten und tiefsten Schluchten der Alpen, ebenfalls nur ca. ½ Autostunde von Zauchensee entfernt.

Auf sicheren Stegen und Brücken

Auf bestens ausgebauten Wegen schlängelt sich der Wanderweg durch die Liechtensteinklamm. Die Steganlagen sind ca. 1 km lang und sehr gut zu begehen. Im hinteren Bereich sind auch einige Stufen zu überwinden. Aus diesem Grund ist die Klamm nicht für Kinderwägen bzw. Rollstühle geeignet.

Die Wanderung durch die Liechtensteinklamm dauert insgesamt ca. 1,5 Stunden. Der Hin- und Rückweg ist derselbe – es gibt also keinen Rundweg. Die Liechtensteinklamm ist immer einen Besuch wert. Für die ganze Familie, bei jeder Witterung, auf sicheren Brücken und Stegen. Festes Schuhwerk und wärmere Kleidung sind je nach Jahreszeit empfehlenswert.

Die tosenden Wasserfälle und die reißenden Wassermassen haben sich über Jahrtausende immer tiefer in den Berg geschnitten und eine Schlucht entstehen lassen. Die Felsen stehen stellenweise so eng und hoch, dass der Himmel nur mehr als kleiner Streifen zu erkennen ist.

Bereits 1875 faszinierte dieses alpine Naturschauspiel die Menschen so sehr, dass die Schlucht, durch eine Spende von Fürst Liechtenstein, für die breite Öffentlichkeit mit Brücken und Stegen als Sommer-Ausflugsziel zugänglich gemacht wurde. Inzwischen haben rund 10 Millionen Menschen aus aller Welt die sagenumwobene Liechtensteinklamm nur 30 Autominuten südlich der Stadt Salzburg besucht. Kaum ein Besucher ist nicht fasziniert von dem gewaltigen Eindruck und dem fast geisterhaft anmutenden Licht- und Schattenspiel in der Tiefe und Enge der Klamm.

Der Schleierwasserfall

Wenn zur Mittagszeit die Sonne zwischen die Felswände auf den feinen, staubartigen Sprühregen des Schleierfalls leuchtet, bietet sich dem Besucher ein zauberhaftes Bild in Regenbogenfarben.

Lichtensteinklamm IV

 

 

 

 

Geschichte

Bis zu 3.000 Meter hoch türmten sich die Gletscher während der letzten Eiszeit über Täler und Berge. Als sich das Klima wandelte, schliff die Urgewalt dieser Gletscher in ihrem steten Drang nach unten die Haupttäler aus. Die Folge waren viele Meter hohe Geländekanten zu den Seitentälern. Der reißende Großarler Gebirgsbach begegnete diesem Höhenunterschied, indem er über Jahrtausende den harten Felsen bekämpfte, ihn durchschnitt und zermalmte, aushöhlte und mitriss. Das Wasser war stärker als das Gestein. So entstand die fast 300 Meter hohe Schlucht.

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 Die Erschließung

1875 begannen einige Pongauer mit der Erschließung der Schlucht. Im Laufe der Arbeiten aber ging ihnen das Geld aus. In ihrer Not wandten sie sich an Fürst Johann II. von und zu Liechtenstein. Mit seiner Spende von 600 Gulden konnte das Werk 1876 vollendet werden. Und für die bedeutendste Schlucht der Alpen war der Namensgeber gefunden: Die Liechtensteinklamm.

 Sagen und Mythen (Kurzfassung der Sage der Liechtensteinklamm)

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Wie der Teufel die Gasteiner Quellen ableiten wollte:

Der Schmied von Oberarl in der Plankenau bei Sankt Johann hatte seine verkrüppelte Tochter dem Teufel verschrieben, wenn dieser ihm die Gasteiner Quellen vor das Haus brächte. Bedingung jedoch war, dass dieses Werk vollendet sein musste, bevor der Hahn früh morgens zum ersten Mal krähe.  Der Teufel ging auf diesen Pakt ein und begann in finsterer Nacht mit seiner Machenschaft. Die Frau des Schmiedes – als listige Hexe bekannt – erfuhr jedoch von diesem Geschäft. Rasch entschlossen wollte sie der maßlosen Gier ihres Mannes ein Ende bereiten und tauchte den Hahn kurzum in den Brunnentrog, so dass er noch vor Tagesanbruch zu krähen begann. Als nun der Teufel vor Tagesbeginn mit den warmen Quellen gerade über die Klamm flog, hörte er zu Oberarl den Hahn krächzen und stellte verbittert fest, dass er zu spät kam. Wutentbrannt schmetterte er die Quellen in die Tiefe der Klamm, auf dass sie den Menschen niemals mehr fassbar wären. Bis heute ist es auch wirklich nicht gelungen, das Heilwasser entsprechend zu fassen und für Nutzzwecke abzuleiten.

Anreise

Die Liechtensteinklamm liegt ca. 5 km außerhalb des Stadtzentrums von Sankt Johann.

Über die A 10 – Tauernautobahn, Abfahrt Knoten Pongau, danach auf der B 311 – Pinzgauer Bundesstraße, über Bischofshofen ca. 6 Kilometer nach Sankt Johann, Ausfahrt “Knoten SÜD”. Folgen Sie der “Großarler Landesstraße” in Richtung Alpendorf und Großarl, nach ca. 700m biegen Sie links ab und nehmen anschließend gleich wieder die nächste Abzweigung nach rechts. Nun befinden Sie sich bereits auf der Liechtensteinklammstraße, dieser folgen Sie noch ca. 3 km bis Sie bei den Parkplätzen der Liechtensteinklamm angekommen sind, hier sind  ausreichend Parkplätze vorhanden!

Öffnungszeiten und Preise 2016

http://www.liechtensteinklamm.at/de/sommer/liechtensteinklamm/oeffnungszeiten-preise16.html

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